Sonntag, 15. Mai 2011

Was tut die Witwe mit dem Ehering?

Ich, 46, bin seit einiger Zeit verwitwet und trage meinen Ehering zusammen mit dem Ring meines Mannes am linken Ringfinger. Der Ring am Ehering-Finger hat ja zudem eine ganz klare symbolische Bedeutung: Man/frau ist schon vergeben. Was aber, wenn ich nicht mehr unbedingt «vergeben» sein will und mich trotzdem nicht von meinen zwei Ringen trennen will? Gibt es eine stilvolle andere Variante, beide Ringe weiterhin zu tragen? Nein, am Kettchen um den Hals ist keine Option. Lisa S., Aeugst

Ich sehe am menschlichen Körper eigentlich nur sehr wenig gangbare Alternativen, um Fingerringe zu befestigen - Sie wollen sich ja kaum damit piercen lassen? Also bleiben die Ringe an der Hand. Vielleicht lassen Sie beide etwas grösser machen, um sie an den Mittelfinger zu stecken? Das ist dann weniger «eindeutig» und könnte so Ihre Chancen zur amourösen Neuvergabe etwas optimieren. 

Kommentar vom 20. Mai 2011 von Leserin Lotti A. aus B:
Ich habe ein ähnliches Problem folgendermassen gelöst und habe viel Freude daran: Ich hatte aus der Erbschaft meiner Eltern deren beide Eheringe sowie den Ehering meines Grossvaters. Ich wollte die Ringe weder zu einer der vielen Goldhändler bringen noch irgendwo in einer Schachtel vergammeln lassen, denn für mich haben sie - wie für die Dame im Artikel - eine gewisse symbolische Bedeutung. Ich brachte sie also, zusammen mit vier kleinen Halbedelsteinen, welche ich von einer meiner Reisen aus Zimbabwe mitgebracht hatte, zu einem ortsansässigen Juwelier, der für neue Kreationen zusammen mit seinen Kunden offen ist. Aus den für mich geschichts- und symbolträchtigen Teilen wurde ein moderner Ring, dem man nicht ansieht, dass drei Eheringe die Grundlage bilden: Wir stellten die Eheringe leicht schräg gegeneinander, da sie verschiedene Grössen haben,  verbanden sie miteinander, so dass sie zu einem Ring  mit Zwischenräumen wurden und bestens an meine Mittelfinger passen; die drei  runden Mondsteinchen und den dreieckigen Iolit (blauviolett) befestigten wir erhoben an deren Oberfläche - ich finde die Zahl der Steine (3:1) passend symbolisch zu den 3 Ringen (meine Vorfahren - und als Resultat ich) - und wie gesagt, der Ring sieht sehr modern und auf alle Fälle speziell aus.

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